09.04.2026

Rheinpfalzartikel

Es ist Frühling. Mit den ersten Sonnenstrahlen sind auch wieder viele Motorradfahrer unterwegs. Ein Unternehmen in der Schwegenheimer Hauptstraße ist seit Jahrzehnten für seine Expertise im Zweiradbereich bekannt und wird bereits in der dritten Generation geführt. Doch es waren nicht Zweiräder, die 1919 von Firmengründer Karl Kurt Heinrich verkauft wurden, sondern Elektrogeräte. „Hier standen mal Waschmaschinen von Miele“, sagt Bernd Heinrich und zeigt auf eine Fläche im Eingangsbereich des Verkaufsraums.

Motorräder gibt’s seit 1973
Der Kfz-Meister führt seit zwölf Jahren zusammen mit seiner Schwester Sandra Cairo die Geschicke von Kawasaki-Heinrich. Ihr Vater, Günter Heinrich, war es, der den Grundstein für das Unternehmen im Zweiradbereich legte. Als Kfz-Mechaniker mit eigener Auto-Werkstatt im elterlichen Betrieb entschloss er sich 1973, Motorräder der Marke Kawasaki zu verkaufen. „Er war einer der ersten Vertragshändler in Deutschland“, sagt Sandra Cairo. Am 1. Januar vor 50 Jahren wurde die Zusammenarbeit vertraglich besiegelt. „Heute sind wir unter den 15 besten Kawasaki-Vertragshändlern in Deutschland“, ergänzt Bernd Heinrich. Zwischen Orten wie München, Berlin und Hamburg stehe dann Schwegenheim. Die Kunden kämen aus der ganzen Region – von Heidelberg bis ins Saarland. Ein Kunde fährt etwa „eineinhalb Stunden bis hierher“, sagt der Kfz-Meister.

Familiäre Atmosphäre wird geschätzt
Das Geschwisterpaar schätzt, dass die familiäre Atmosphäre ein Grund für den langjährigen Erfolg des Unternehmens ist. So gibt es mit Dirk Moroschan einen Mitarbeiter, der seit seiner Lehre bei Kawasaki-Heinrich beschäftigt ist. Seit 1994 hält er dem Betrieb die Treue. „Da kann man in der Werkstatt auch mal weg sein, und man weiß, dass alles läuft“, bestätigt Bernd Heinrich dessen zuverlässige Arbeit. Mit Udo Dillenburg, dem Lagerleiter-Verkauf, gebe es einen weiteren Mitarbeiter, der mit seiner „guten Laune jeden Tag auch von den Kunden sehr geschätzt wird“, sagt Sandra Cairo. Derzeit arbeiten auch zwei Auszubildende mit – einer im dritten Lehrjahr, der andere im ersten. Insgesamt gebe es sieben Festangestellte im Unternehmen und zwei Aushilfen.Werkstatt gut ausgelastet
Im zweiten Showroom über den Hof stehen viele Motorräder der japanischen Traditionsmarke – unterschiedliche Modelle und Farben sowie verschiedener Leistungsklassen – und warten auf Käufer. Nebenan in der Werkstatt stehen auf den Hebebühnen zwei Maschinen, an denen geschraubt wird. Und auch weitere Motorräder, die für Kunden fertig gemacht und zugelassen werden oder warten, dass Hand angelegt wird. Mit dem April beginnt die Saison – dann herrscht Hochbetrieb. Bis Juni ist man Bernd Heinrich zufolge in der Werkstatt ausgelastet. Dabei werden Verschleißreparaturen an Motorrädern aller japanischen Hersteller gemacht. „Wenn man nicht weiter weiß, dann ruft man Kollegen der anderen Hersteller an, das ist inzwischen kein Problem“, erzählt der Kawasaki-Händler. 160 neue Motorräder und rund 60 gebrauchte wechseln pro Jahr über den Händler in der Hauptstraße den Besitzer.

Jubiläumsfeier
Nun wird das Jubiläum als Vertragshändler beim Drachenfest zum Saisonbeginn gefeiert. Am Samstag, 18. April, 10 bis 16 Uhr, können sich Kunden und Interessierte ein Bild von den neuen Modellen machen oder im Familienbetrieb Kawasaki-Heinrich einfach nur fachsimpeln.

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